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Die Antwort auf alle Fragen!?!

kleine Kurzgeschichte

Es waren mal 4 Menschen die standen im Kreise. In der Mitte lag etwas, wovon keiner wusste was es war. Zur besseren Vorstellung können wir sagen, es war ein Stein. Die 4 Menschen stritten nun, wie sie es benennen sollen. Alle starrten aus ihrer Perspektive auf den Stein und suchten nach einem Namen. Einer war für Rundikus, weil der Stein so eine runde Form hatte. Ein anderer war für Vielfaltikus, weil er erkannte, dass der Stein unterschiedlich beschaffen war. Der Dritte sagte, es solle Buntikus heißten, weil der Stein unterschiedliche Farben hatte. Und der Letzte meinte, es solle doch Raukus heißen, weil der Stein sich so rau anfühte.
Unbeieindruckt von den Argumenten der anderen stritt jeder für seine Bezeichnung und gab dem anderen mal in gewisser Weise recht, aber nie soweit, als dass er mit dem Namen der anderen zufrieden gestellt werden hätte können. Und so untersuchten sie weiter den Stein, um weitere Indizien zu finden, die ihrer Bezeichnung Recht geben. Durch das so erlangte Wissen über den Stein wuchsen sie immer mehr in der Höhe und voneinander weg, so dass sie ihre Argumente schon durch die Wolken zurufen mussten. Auch der Stein gelang so in immer entferntere Distanz der vier Betrachter. So nahmen sie sie Lupe, Fernrohr, Mikroskop, Teleskop zur Hand um ihr Objekt aus dieser Ferne sogar noch genauer untersuchen zu können. Durch diese Vorraussetzung kamen sie zu neuen Bezeichnungen wie: buntgezackter Rundikus mit der Rauheit der Fichtenrinde oder ungeschliffener farbiger Vielfaltikus mit der Form einer Muschel. Doch dies waren keine wirklichen Kompromisse und jeder beharrte weiter auf sein eigenes Bild des Steins. So stritten sie weiter, wobei sie immer vertiefter in ihre Vergrößerungsgeräte schauten und kaum noch richitgen Augenkontakt zu einander hatten. Was auch ohnehin schwierig war, da sie schon so weit auseinander gewachsen waren, dass sie sich gegenseitig fast selbst nur noch durch das Teleskop sahen. Dies hätte so weitergehen können und im Prinzip änderte sich daran auch nichts, aber jeder entschloss sich die Meinung weiterer Menschen einzuholen. So holten sie sich Leute, die sich den Stein anschauen sollten und sagen sollten, wie er denn heißen soll. Diese Leute kamen durchaus noch zu neuen Bezeichnungen, was die ganze Sache noch komplizierter machte. So entschlossen die vier sich - jeder für sich - die neuen Leute aus ihrer Perspektive auf den Stein schauen zu lassen und sie rückten dafür ein Schritt nach hinten. Und nahmen diese Leute den Stein beim 1. Mal aus der Perspektive derjenigen wahr, die hinter ihnen waren, so stimmten sie deren Meinung zu und schlossen sich derjeweiligen Partei an.
Aus der Erkenntnis tauschten die Leute auch untereinander mal die Perspektiven, entschieden sich aber meistens doch bei ihrer Bezeichnung zu bleiben, weil ihre Bezeichnung war aus ihrem 1. Eindruck geprägt und der ist durch die Perspektive gegeben. Nur wenige entschieden sich um, was durch diverse Umstände zu begründen ist.
Am Ende hat jedoch keine Partei alle überzeugen können und wenn Mehrheiten auf einer Seite entstanden, so kann man dies Zufall oder Umstände nennen, die dafür verantwortlich sind.
Und neben der Frage, ob es überhaupt eine richtige, optimale Bezeichnung für den Stein geben kann, stellt sich die Frage ob dies denn überhaupt notwendig ist. Ob sich denn überhaupt etwas dadurch ändert.
Doch dies können nur Leute fragen, die außen stehen und sich damit nicht befasst haben oder die schon soweit darüber hinaus sind, dass sie ebenfalls auf die Frage kommen.
Jetzt könnte diese Frage wieder zum Stein werden und 4 Leute stellen sich im Kreis drumherum und diskutieren, wie diese Frage und ob und überhaupt zu beantworten ist. Dabei kommen diese 4 Menschen wieder aus unterschiedlichen Richtungen und schauen aus unterschiedlicher Perpektive auf die Frage.
Was dabei raus kommt ist offensichtlich und man kann auf den Schluss kommen, dass es keinen Sinn macht sich den Kopf über Fragestellungen zu zerbrechen, doch auch dies ist nur ein Ergebnis, nur eine Antwort auf eine Frage auf die es 4 oder mehr geben kann. Und ob diese Antwort denn die richtige ist, darum gilt es den Kopf zu zerbrechen, was auch nur derjenige für richtig halten kann, der dieser Antwort nicht glauben mag. Und glaubt man doch der Antwort, so muss man ebenfalls den Kopf schütteln, da diese Antwort ebenfalls ein Ergebnis des Kopf zerbrechens ist, welches nach dem Inhalt der Antwort unsinnig ist, da dabei keine richtige Antwort heraus kommen kann, was heißt, dass diese Antwort ebenfalls nicht richtig sein kann.
Aber warum sollte ich mich zu etwas entscheiden, was ich von vornherein für falsch und sinnlos erachte? Ich handle immer danach, dass ich denke, dass es Richtig ist. So könnte es sich ja hier um eine Ausnahme halten. Und jetzt wo ich das Wort Ausnahme einmal ausgesprochen habe, kann man anfangen sich den Kopf zu zerbrechen, ob es nur eine oder vielleicht mehrere Ausnahmen gibt. Oder war dies die eine Ausnahme, dass es Ausnahmen gibt?
Aber wenn ich jetzt anfange mir darüber wieder Fragen zu stellen, dann mach ich noch vielmehr falsch, wenn ich denn die nicht bewiesene These für richtig halten will.

Allerdings ist die These nicht irgendeine These, sondern eine Antwort auf die Frage aller Fragen, warum sich die Welt dreht. Frage ich also: Wie ist das Universum entstanden? So bietet mir die These die Antwort, dass es darauf keine richtige Antwort geben kann, wenn es denn richtige Antworten gibt, diese ausgenommen?!?

Unser ganzes Leben ist auf diesem Prinzip aufgebaut, dass sich Leute Fragen gestellt und Antworten gefunden haben. Es ist nicht vorstellbar, die Meinung zu übernehmen, dass alles was wir erdacht haben falsch ist, noch das alles richtig sein kann. Darauf folgt der Schluss, dass manche Dinge richtig und manche falsch sein müssen und so können wir auch in Zukunft über alles streiten und diskutieren, weil jeder meint über etwas, über dass man nicht recht haben kann, recht zu haben.
Stimmt's oder habe ich Recht?
27.6.09 01:08
 


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